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Internationale Buchführung mit dem IFRS-Regelwerk

Der IFRS Standard sorgt für ver­gleich­bare Abschlüsse auf inter­natio­naler Ebene. Die inter­natio­nale Rechnungs­legung nach IFRS umfasst über 50 Standards – mit denen die Jahres­abschlüsse von Unte­rnehmen ein­heit­lich und aus­sage­kräftig sein sollen.

International Financial Reporting Standards (IFRS)

In Deutschland gelten die GoB bzw. GoBD, in den USA die US-GAAP – wozu ist dieser IFRS Standard dann notwendig? Um es vorwegzunehmen: Sämtliche Unternehmen, deren Muttergesellschaften innerhalb der EU ansässig sind, müssen sich an diese Regeln halten. Damit wird sichergestellt, dass die Jahresabschlüsse einheitlich erstellt und entsprechend aussagekräftig sind. Der Sinn liegt auf der Hand: Interessierte hätten sonst größte Mühe, aus den Abschlüssen die gesuchten Informationen herauszufinden und zu vergleichen þ genau darauf haben es die Regeln abgesehen.

IFRS - was ist das eigentlich genau?

Das Kürzel IFRS steht für International Financial Reporting Standards, die als Nachfolger für die einstigen International Accounting Standards (IAS) die international anerkannten Standards und Rechnungslegungsgrundsätze darstellen. Konzeptionell orientieren sich die IFRS grundsätzlich an den US-GAAP, also den in den USA geltenden Standards zur Rechnungslegung, um im Rahmen eines fortlaufenden Prozesses eine Harmonisierung zu realisieren. Das gemeinsame Ziel der Standards: Von Unternehmen erstellte Abschlüsse sollen in erster Linie fundierte und vor allem vergleichbare Informationen zu deren Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage liefern.

Geschichte der IFRS

Zuständig für die Herausgabe der IFRS ist heute das International Accounting Standards Board (IASB). Die IFRS erweitern im Prinzip die IAS, für die die Vorgängerorganisation IASC verantwortlich war. Um Verwirrungen zu vermeiden wurden die Standards während einer Übergangsphase deswegen also IAS/IFRS bezeichnet.

Ähnlich den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sollen die Regelungen dazu dienen, verschiedene Adressaten, wie zum Beispiel Investoren, Anteilseigner oder Gläubiger, mit umfassenden Informationen zur finanziellen Situation eines Unternehmens zu versorgen. Doch die IFRS stellen keineswegs ein geschlossenes Regelwerk dar, sondern setzen sich im Wesentlichen mit Einzelfragen auseinander. Bereits seit 2005 müssen auch kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen in der Europäischen Union (EU) diese Regeln bei der Erstellung ihrer Konzernabschlüsse befolgen.

Bestandteile der Standards für die Internationale Rechnungslegung

Die IFRS Standards umfassen drei grundlegende Teile:

Die Grundlagen - das sogenannte Framework

Gegenstand dieses Teils sind sämtliche Grundlagen der Rechnungslegung, die jedoch nicht als verbindlich betrachtet werden müssen. Dabei handelt es sich um allgemeine Hinweise zur Zielsetzung, aber auch zur qualitativen Ausarbeitung und Gestaltung von Konzernabschlüssen. Drüber hinaus finden sich hier verschiedene Definitionen und Möglichkeiten zur Ansetzung einzelner Posten.

Die Standards - zahlreiche Einzelfälle

Im zweiten Teil werden einzelne Punkte des Jahresabschlusses behandelt, wie beispielsweise dessen Darstellung und formale Gliederung.

Die sollte folgende Komponenten umfassen:

  • Vermögens- und Finanzlage zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres
  • Gesamterfolg
  • Eigenkapitalveränderung
  • Zahlungsströme
  • Anhang
    • Ausweis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
    • ggf. weitere Erläuterungen

Wie viele Standards für die Internationale Rechnungslegung existieren?

Die in den IFRS und IAS niedergelegten Regeln bestehen aus 17 IFRS- und 41 IAS-Standards. Einige sind nicht mehr gültig, andere sind in Arbeit und werden später Gültigkeit erlangen. Eine aktuelle Übersicht liefert die Webseite der IFRS.

Die Ergänzungen - sogenannte Intepretations

Diese Ergänzungen stellen die offizielle Auslegung der definierten IFRS Standards dar und sollen eventuelle Unklarheiten ausräumen.

Fazit Wichtige Regeln für internationale Unternehmen

Die in den beschriebenen Standards zusammengefassten Regeln zur Rechnungslegung sind ausgesprochen wichtig: Sie gewährleisten nämlich eine Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse von Unternehmen, was nicht nur für Banken und Investoren entscheidend ist, sondern auch für die Anteilseigner und vor allem Gläubiger. Aus diesem Grund müssen Unternehmen, die ihre Aktivitäten über die eigenen Landesgrenzen hinaus ausdehnen, ihre Buchhaltung grundsätzlich nach diesem IFRS Standard aufbauen.

Dieser Anspruch wirkt sich naturgemäß auf die Auswahl einer geeigneten Software für die Buchhaltung und Rechnungslegung auf: Diese sollte bei internationalen Geschäften eben nicht nur den deutschen Regeln genügen, sondern das Unternehmen optimal für den internationalen Markt aufstellen.

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